A. L.

Profilfoto Elipse

02.01.2016

Mein Name ist ...
oder lieber doch nicht ...   mit einer Vorstellung meiner Person, welche üblicherweise einer öffentlichen Meinungsäußerung vorweggeht, halte ich mich lieber zurück, wenn ich auf dieser Seite etwas schreiben möchte.
Ich beschränke mich also wie meine Vorgänger auf die Anfangsbuchstaben meines Namens. Warum? Würden Sie es anders machen? Würden Sie sich outen, wenn Sie psychische, schwer zu bewältigende Probleme mit Folgen wie Depressionen, Ängsten gegenüber anderen Menschen hätten oder Gefühlstiefen erlebten, die nur noch mit Medikamenten auf ein erträgliches Maß gehalten werden können? Wer so etwas schon erlebt hat, weiß, wovon ich spreche und sucht und braucht Gesprächspartner seinesgleichen, weil man sich eben versteht und das Gefühl hat, nicht allein zu sein. Auch kann ich auf diese Weise Anregungen finden, wie ich dagegen etwas tun kann.
Hier in der Kontaktstelle findet ein reger Austausch statt mit Betroffenen und auch dem sehr engagierten Team.
Wer so etwas noch nicht oder nur auf ein abgeschwächtes, selbst zu bewältigendes Maß kennengelernt hat, möchte verständlicherweise auch nicht damit konfrontiert werden. Wer trotzdem schon einmal versucht hat, Verständnis aufzubringen, dem wurde sicher auch schnell sehr unbehaglich zumute und schüttelte ab, blickte nach vorn, das Leben geht schließlich weiter... Und das ist auch gut so!
Jedoch ist es für Besucher der Kontaktstelle Lebenswelten KW e.V. aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Erfahrungen nicht mehr möglich, einfach abzuschütteln. Wir müssen lernen, damit zu leben, uns selbst besser verstehen, um auf eine ganz individuelle Art Erfüllung zu finden, was den meisten hier auch gelingt. Aber es dauert eben! Manchmal viele Jahre.
Ich bin vor ca. 3 Jahren das erste Mal hier her gekommen. Es war ein großer Schritt für mich, genau wie der, welcher mich zum ersten Mal zu einem Therapeuten geführt hat. Allein die Einsicht, dass ich es ohne professionelle Hilfe nicht schaffe, mein Leben zu meistern, hat Jahre gedauert. Heute bereue ich das zutiefst. Ich hätte mich beruflich und privat noch rechtzeitig entsprechend verändern können und alles wäre wahrscheinlich optimaler verlaufen.
Hier habe ich Verständnis und Hilfe für meine individuelle Situation und meine Voraussetzungen gefunden, die mich immer wieder scheitern und mich kränker werden ließen. Ich habe neue Aufgaben gefunden, welche ich meistern kann, die mich erfüllen und meinen Alltag auf ein zufriedenes Maß gestalten. Und ich bin überzeugt, dass ich so auch meinen Beitrag für die Gemeinschaft leiste, mit meinen Möglichkeiten.
Ich erlebte, wie mir geholfen wurde, hier Fuß zu fassen, mich einzugewöhnen, Zuversicht zu erlangen wie nie zuvor. Ich konnte die Vergangenheit begraben und kann wieder nach vorne schauen. Wenn auch nicht alles so läuft, wie ich es mir vornehme. Aber so ist eben das Leben! Doch keiner nimmt mir das mehr übel und das macht Mut zum Weitermachen!


I. S.



Profilfoto Tasse Kaffee


07.12.2015

Märchentag

Ich bin Besucher der Kontaktstelle "Lebenswelten e. V.". Wenn ich mit mir nichts anzufangen weiß, gehe ich dorthin, weil dort immer was los ist.
Kürzlich erst war Märchentag im "Club". Ich hatte erst gar kein Interesse daran, bin dann aber trotzdem hingegangen, um Tischtennis zu spielen. Beim Spielen verging die Zeit sehr schnell und es hat auch viel Spaß gemacht. Plötzlich stand unsere Frau Keil vor der Tür des Sportraumes, die schon sehr viele Jahre die Leiterin der Kontaktstelle ist.Sie bat uns, doch noch in den Gemeinschaftsraum zu kommen. Es ist doch Märchenstunde aus "1000 und einer Nacht". Also etwas Orientalisches, dachte ich mir. Neugierig wurde ich dann schon. Wie heißt es doch so schön: "Man öffnet dir die Tür, duchgehen musst du selbst".
Ich muss schon sagen, ich war angenehm überrascht. Der Raum war abgedunkelt und es standen brennende Duftkerzen überall, welche die Stimmung noch mehr erhellten.
Dann kam eine Bauchtänzerin mit einem schönen Gewand. Sie tanzte so leichtfüßig, dass sie uns alle verzauberte.
Anschließend las sie uns ein Märchen vor und zum Schluss gab sie noch mal alles, was eine Bauchtänzerin so zu bieten hat. Jedenfalls hielt uns Zuschauer am Ende nichts mehr auf den Stühlen. Alle haben mitgetanzt und irgendwie war mir sehr melancholisch zumut, als die Vorführung zu Ende war.
Alle, die später zu "Lebenswelten" kamen, waren ein wenig enttäuscht, dass die "1001 Nacht" verpasst hatten!
Vielen Dank für alles!

I. Sa.

Profilfoto Elipse

26.11.2015

Ich bin 56 Jahre alt und wohne in Königs Wusterhausen. Seit mehreren Jahren bin ich in psychatrischer Behandlung. Eine Bekannte erzählte mir von einer Kontaktstelle namens "Lebenswelten", konnte aber damit zunächst nichts anfangen. Trotzdem wurde ich neugierig und ging dorthin.
Durch die Tür zu gehen war erst einmal gar nicht so einfach. Hätte ich aber gewusst, wie gut es mir damit geht, wäre ich schon viel früher dorthin gegangen.
Zur Kontaktstelle "Lebenswelten" kommen täglich viele Besucher und dort arbeiten tolle Mitarbeiter, die jederzeit ein Ohr für uns haben. Ich bin froh, dass es sowas gibt und möchte auch Ihnen Mut machen, durch diese Tür zu gehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Vielleicht bleibt es ja nicht nur bei einem.


I. Sch.



Profilfoto Rose


27.05.2013

20-jähriges Jubiläum in der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) von Lebenswelten KW e. V.

Ich möchte über die "Woche der Begegnung" berichten. Sie fand vom 13.-17.Mai 2013 in den Räumen der KBS Am Amtsgarten statt.
Begonnen hat unsere Festwoche mit einem interessanten Vortrag der Fachärztin des Sozialpsychiatrischen Dienstes im LDS, Frau Dr. Hübers. Sie sprach über die Aufgaben, Chancen und Grenzen ihres Fachbereiches.
Am Dienstag war Tag der offenen Tür. An diesem Tag konnten Bewohner von Königs Wusterhausen und Umgebung unser Haus besichtigen und sich über alles erkundigen.
Am Mittwoch fand unser Fest statt. Wir hatten ein großes Zelt, in dem die Gäste Platz nehmen konnten. Der Bürgermeister von Königs Wusterhausen, Herr Dr. Franzke, und der Sozialdezernent des Kreises, Herr Saß, besuchten uns und hielten jeder eine Rede vor unseren Gästen. Eine Gruppe von Besuchern der Kontaktstelle trat auf und führte ein kleines Programm vor. Unsere Gäste und die Besucher der KBS wurden ausreichend mit Essen versorgt, welches die Besucher selbst vorbereitet hatten. Um 19 Uhr fand unser Fest mit Lagerfeuer, Knüppelteig und Grillwürsten einen sehr schönen Ausklang.
Es war eine schöne Woche. Ich möchte mich ganz herzlich beim Bürgermeister und beim Sozialdezernenten für die langjährige Unterstützung bedanken, auch allen aktiven Helfern vielen Dank für das schöne Fest.